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Am 06.03.2026 in der Zwiebel: Mit Videoüberwachung die Sicherheit erhöhen?

Von Stephan Köthe

Videoüberwachung wird oft als schnelle Antwort auf Sicherheitsprobleme präsentiert. Doch sie greift in vielen Fällen zu kurz. Kameras behandeln vor allem Symptome, nicht die Ursachen von Gewalt und Kriminalität. Wer entschlossen ist, Straftaten zu begehen, verlagert sein Handeln im Zweifel einfach an andere Orte. Gleichzeitig birgt Videoüberwachung erhebliche Risiken: Missbrauch durch staatliche Stellen und Hackerangriffe sind reale Gefahren. Vorstellbar ist Videoüberwachung aus unserer Sicht nur in klar abgegrenzten, besonders sensiblen Bereichen – etwa auf Bahnsteigen mit erhöhtem Gefahrenpotenzial oder in der Bahnunterführung. In solchen konkret begründeten Ausnahmefällen kann Videoüberwachung zur Aufklärung von Straftaten beitragen. Voraussetzung ist jedoch eine strenge rechtliche Begrenzung, eine sorgfältige Abwägung und eine technisch sichere Umsetzung. Für den öffentlichen Raum insgesamt gilt: Mehr Kameras ersetzen keine kluge Präventionspolitik. Stattdessen braucht es mehr Polizeipräsenz an Bahnhöfen und in Zügen, eine konsequente Null-Toleranz-Strategie gegenüber Gewalttätern sowie die konsequente Abschiebung straffälliger Ausländer im Rahmen geltenden Rechts. Die Sicherheit im öffentlichen Verkehr ist ein Gradmesser für die Stabilität unseres Rechtsstaats – und dieser Rechtsstaat darf nicht länger versagen. Flächendeckende Überwachung ist keine Lösung. Wie es Benjamin Franklin formulierte: “Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.
Besuchen Sie uns diesen Samstag von 10:00-14:00 Uhr am Infostand in der Fußgängerzone, Pliensaustr. 10. Alle weiteren Infos finden Sie auf unserer Webseite: www.alternative-fuer-esslingen.de

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