Klartext im Blarer: Alle Gründe, welche der Antisemitismusbeauftragte der Landesregierung, Dr. Michael Blume, anführt, um zu begründen, dass die AfD die größte Bedrohung für jüdisches Leben in Deutschland ist
Von Stephan Köthe
Am Donnerstag, 25. Juni 2026, um 19.30 Uhr war Dr. Michael Blume (CDU), Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben zu Gast im Gemeindehaus am Blarerplatz in Esslingen.
Das ist die vollständige Auflistung aller Gründe, die Dr. Michael Blume angeführt hat, um zu untermauern, dass die AfD die größte Bedrohung für jüdisches Leben in Deutschland ist:
- Dr. Wolfgang Gedeon
Mein Kommentar: Dr. Wolfgang Gedeon wurde am 20. März 2020 aus der AfD ausgeschlossen -> das ist kein Beweis, dass die AfD antisemitisch ist. Das ist ein Beweis, dass Antisemitismus in der AfD keinen Raum hat! - Björn Höcke: „Die, die nicht in der Lage sind das Wichtigste zu leben, was wir zu leisten zu haben, nämlich die Einheit, dass die allmählich auch mal ausgeschwitzt werden.“
Mein Kommentar: Aus dem Kontext wird klar: Dieser Wortbeitrag aus dem Jahr 2020 richtet sich gegen parteinterne Konkurrenten. Daraus lässt sich kein Antisemitismus herleiten! - Dr. Michael Blume berichtet, dass er am 09.11.2023 seine wichtigste Rede im Landtag von Baden-Württemberg gehalten hat. Am Ende hätten sich alle Fraktionen zum Applaus erhoben, nur eine Fraktion ist sitzen geblieben!

Quelle: 78. Sitzung vom 9. November 2023 | Landtag Baden-Württemberg
Ganz rechts im Bild: die AfD-Fraktion (sitzend).
Am 17.11.2025 hat Dr. Michael Blume in Esslingen noch behauptet, dass bei seiner Rede im Landtag 4 Fraktionen applaudierten und eine den Raum verlassen habe.
Quelle: https://alternative-fuer-esslingen.de/aktuelles/3-beispiele-wie-die-cdu-luegt-1-mal-im-bund-2-mal-in-esslingen
Mein Kommentar: Dr. Michael Blume hat am 17.11.2025 in Esslingen gelogen, als er behauptet hat, dass die AfD-Fraktion das Plenum verlassen hat. Am 25.06.2026 hat Dr. Michael Blume eine neue Version des Vorgangs präsentiert: Die AfD ist antisemitisch, weil sie sich nicht zum Applaus erhoben hat. Sehr geehrter Herr Dr. Blume: es kann viele Gründe geben, warum man sich nicht zum Applaus erhebt, zum Beispiel, dass die gezeigte Leistung ungenügend ist. Sie sind der Antisemitismus-Beauftragte der Landesregierung. Sie behaupten – ohne Fakten anzuführen – Ungeheuerliches: die beliebteste Partei Deutschlands sei die größte Bedrohung für jüdisches Leben in Deutschland! Damit mißbrauchen Sie Ihr Amt für Parteipolitik – Sie lenken von den tatsächlichen Bedrohungen ab – die erst durch eine unverantwortliche Migrationspolitik Ihrer Partei, der CDU, entstanden sind!
Fakt ist: die Alternative für Deutschland ist die Partei der Freiheit. Ein zentrales, grundgesetzlich garantiertes Freiheitsrecht, ist die Religionsfreiheit. Wir setzen uns dafür ein, dass in Deutschland jeder seinen Glauben leben darf. Tatsache ist: Jüdisches Leben ist in Deutschland existenziell bedroht! Die Ursachen dafür sind: islamistischer, linksextremistischer, rechtsextremistischer und kirchlicher Antisemitismus! Die Alternative für Deutschland benennt die Ursachen!
Unsere Lösungen:
- Alle Antisemiten mit ausländischem Pass sind des Landes zu verweisen.
- Keine Einbürgerung von Antisemiten.
- Aufforderung an islamische Verbände und Gemeinden eigeninitiativ gegen Antisemitismus in ihren Reihen vorgehen – bei Tolerierung von Antisemitismus Entzug der Gemeinnützigkeit/Schließung der Einrichtung.
- Klare Ablehnung von BDS (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen)
- Wir fordern ein konsequentes und robustes Vorgehen gegen jeden Antisemitismus. Nie wieder ist jetzt!
Sehr geehrter Herr Dr. Blume, Sie müssen an dieser Stelle weder aufstehen noch applaudieren. Trotzdem würde ich Sie nie als Antisemit oder als größte Bedrohung für jüdisches Leben in Deutschland bezeichnen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihrem Auftrag gerecht werden!
Falls ich als Landtagsabgeordneter über Ihre weitere Berufung entscheiden darf, werde ich gegen eine Verlängerung Ihrer Berufung stimmen – aus dem einen Grund: weil Ihre Leistung ungenügend ist! Sie können dann mein Abstimmungsverhalten als weiteren Beweis für Antisemitismus in der AfD interpretieren und Ihren Kampf gegen die AfD entschieden fortsetzen, aber als Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben lenken Sie damit von den wahren Ursachen ab und dämonisieren zu Unrecht die einzig relevante Fürsprecherin für jüdisches Leben in Deutschland: die Alternative für Deutschland!
Kurioses
Baden-Württembergs Antisemitismusbeauftragter Michael Blume schießt nicht selten über das Ziel hinaus und darf deshalb auch als antisemitisch bezeichnet werden. Der baden-württembergische Antisemitismusbeauftragte Michael Blume darf weiter als „antisemitisch“ bezeichnet werden.
Quelle: Artikel der Welt vom 13.12.2023: Antisemitismusbeauftragter darf weiter als „antisemitisch“ bezeichnet werden
Was den Antisemitismus-Beauftragten des Landes Baden-Württemberg, Michael Blume, angeht, ist die Lage eine andere. Man kann da durchaus geteilter Meinung sein. Ein „klassischer Antisemit“ ist er jedenfalls nicht, er hat weder den Holocaust geleugnet noch stellt er das Existenzrecht Israels infrage. Man kann ihm allenfalls vorwerfen, dass er sehr krude, ungewollt witzige bis aberwitzige Ansichten über den Antisemitismus vertritt, die den Antisemitismus relativieren. Nicht verharmlosen, aber neu „kontextualisieren“, wie es die Angehörigen der gebildeten Stände gerne sagen.
Quelle: Henryk M. Broder am 02.01.2022: Weniger Antisemitismus durch mehr erneuerbare Energien
„Wenn wir den Antisemitismus also jemals wieder zurückdrängen wollen, dann müssen auch wir selbst uns ändern – in der Europäischen Union, in den USA, in Israel, in jeder Demokratie. Wir müssen aufhören, unsere fossilen Feinde zu finanzieren…“
Viele Wege führen in den Antisemitismus, aber nur einer aus ihm heraus – der Verzicht auf fossile Energien. Das ist der Unsinn, aus dem in Deutschland Antisemitismus-Beauftragte gebacken werden.
Quelle: Henryk M. Broder am 17.01.2024: Der Unsinn, aus dem Antisemitismus-Beauftragte gebacken werden
Der ehemalige stellvertretende israelische Ministerpräsident und Vorsitzende der Jewish Agency (2009-2018) hat den Antisemitismusbeauftragten des Landes Baden-Württemberg Dr. Michael Blume scharf kritisiert. Blume würde das israelische Volk dämonisieren und klassische antisemitische Verschwörungstheorien bedienen.
Blume stand bereits zweimal auf den Listen der weltweit herausragenden antisemitischen Vorfälle des Jahres 2021 und 2022 des ‚Simon-Wiesenthal-Zentrums’. Im Oktober vergangenen Jahres hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man Blume als „antisemitisch“ bezeichnen darf.
Quelle: Jüdische Rundschau im September 2023: Natan Sharansky erhebt schwere Vorwürfe gegen Michael Blume
Nachdem die israelische Regierungssprecherin Tal Heinrich den deutschen Beamten Michael Blume, dem Antisemitismus vorgeworfen wird, in einem Kommentar gegenüber der Jerusalem Post scharf kritisierte, machte Blume den jüdischen Staat für den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland verantwortlich.
Quelle: Benjamin Weinthal, Jerusalem Post, 27. Mai 2024: Israel kritisiert deutsche Regierung scharf wegen Erklärung, sie werde Netanyahu verhaften

Gemeindehaus am Blarerplatz Franziskanergasse 4, Esslingen Antisemitismus und Gefahren für
die Demokratie In der Reihe Klartext im Blarer Donnerstag, 25.06., 19:30 Uhr
Mit Michael Blume, Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben Antisemitismus ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern leider immer noch Teil des Lebens vieler Jüdinnen und Juden. Dr. Michael Blume ist Beauftragter der Landesregierung
gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben und klärt darüber auf, wieso dieser Hass wieder so stark zunimmt. Dabei spielen sowohl unsere Wahrnehmung von globalen Krisen als auch Soziale Medien eine Rolle. Die dort massenhaft geteilten Hassbotschaften und Verschwörungsmythen gefährden dabei nicht nur Minderheiten, sondern am Ende auch unsere gesamte Gesellschaft
und Demokratie. Eine Veranstaltung der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde und des Evangelischen Bildungswerks im Landkreis Esslingen.
Eintritt frei, Spendenmöglichkeit vorhanden
