Sanierung der Adenauerbrücke bis 2035?
Von Jürgen Häußler

Blick von Norden auf die gesperrte Adenauerbrücke im September 2026
Nach bisherigem Kenntnisstand soll das Ziel zur Wiederherstellung der Adenauerbrücke das Jahr 2035 sein. Planungsansätze zum Neubau stammen schon aus den Jahren um 2015.
Dass die Brücke marode ist, sieht der interessierte Beobachter schon seit vielen Jahren an den Fahrspurverengungen an den Auf- und Abfahrten zur Ulmer Straße. Um die Statik der Brücke vom Fahrverkehr zu entlasten, wurde die Auffahrt aus der Ulmer Straße schon lange auf zwei Spuren verengt. Gleiches gilt für die Abfahrt, die durch begrenzende Betonsteine eingeengt ist. Es wurden jährlich Untersuchungen des Brückenzustandes durchgeführt. Was uns wundert, ist die fehlende Planung für eine neue Brücke. Immerhin ist die Adenauerbrücke die Anbindung der Schurwaldorte über die Schorndorfer Straße sowie der östlichen Teile Esslingens über die Plochinger Straße und die Ulmer Straße an die B10. Wer dort täglich fuhr, kann den Verlust an Anbindungsqualität einschätzen. Die vielen Baustellen in Esslingen machen die Situation nicht besser. Zudem gibt es im Gemeinderat auch Vertreter, die gar keine Brücke als Möglichkeit für die gewollte Reduzierung des Individualverkehrs sehen. Ein Neubau in deutlich geringerem Umfang ist ebenfalls im Gespräch, im Hinblick auf eine sich „wandelnde“ Mobilität.
Nach unserem Dafürhalten ist die Instandhaltung und Instandsetzung der Verkehrsinfrastruktur eine der Voraussetzungen für einen funktionierenden Wirtschaftsstandort. Im Handwerk und im produzierenden Gewerbe ist Homeoffice eher selten. Zudem sind Anlieferung und Abtransport von Gütern auch nicht mit dem Lastenrad zu bewerkstelligen. Wir werden uns deshalb für eine Priorisierung des Brückenneubaus einsetzen.
