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Vom Glückfall zum Desaster– vom Umgang mit Kunst in Esslingen

Von Stephan Köthe

In Zeiten des selbstgemachten wirtschaftlichen Niedergangs, in denen im Esslinger Haushalt jeder Euro zweimal umgedreht werden muss, ist es ein Glücksfall: ein Esslinger Unternehmen feiert sein 200-jähriges Bestehen und spendet Kunst im öffentlichen Raum! Grandios!

Im Kreistag habe ich erlebt, wie Entscheidungen für Kunstprojekte getroffen werden: es gibt eine Ausschreibung, Künstler bewerben sich, eine Kunstkommission trifft eine Vorauswahl, am Ende wählen alle in einer geheimen Wahl den Sieger. Alle werden beteiligt, alle sind glücklich.

Nicht so im Gemeinderat: am 13.04. gab es eine erste inoffizielle Information, dass Anfang Juli eine Skulptur auf dem Rathausplatz enthüllt wird. Am 20.05.2026 dann: der Termin zur Aufstellung der Skulptur wird in den Herbst verschoben. Und: die Skulptur kommt am 15.06. in den Verwaltungsausschuss, damit „über die Annahme der Spende sowie deren Standort“ entschieden wird. Typisch für Esslingen: der Wille des OBs ist alternativlos. Sein Kalkül: uns bleibt nur die Annahme! Denn würden wir ablehnen, beschädigen wir Spender und Künstler, die wir ehren und schützen wollen. Ein Dilemma! Die Skulptur wird polarisieren. Wir wollen, dass Sie, liebe Bürger, über diese stadtbildprägende Skulptur entscheiden.

Homepage: www.alternative-fuer-esslingen.de Stephan Köthe

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