Die Übergabe der Petition: „Faire Beiträge für alle“ – Ein Beispiel dafür, wie die Esslinger Zeitung selektiv berichtet und Oberbürgermeister Klopfer ehrenamtliches Engagement mit Füßen tritt!
Von Stephan Köthe
Am 13.04.2026 um 10:30 Uhr wurde die Petition „Faire Beiträge für alle – Stoppt die finanzielle Überforderung von Eltern in Esslingen!“ im Rathaus von Herrn Mikail Doganay an Oberbürgermeister Klopfer übergeben. Keine Petition der AfD – aber eine, die wir inhaltlich voll unterstützen. 764 Personen haben online unterschrieben. In der Petition heißt es:
Esslinger Eltern tragen bereits heute außergewöhnlich hohe Kosten:
Für zwei Kinder in Ganztagsbetreuung werden schnell vierstellige Monatsbeträge fällig – obwohl die Stadt selbst bestätigt, dass Elternbeiträge nur rund 7–10 % der tatsächlichen Kosten decken.
Trotz dieser geringen Kostendeckung wurden die Gebühren in den letzten Jahren mehrfach und automatisch erhöht:
- 01.01.2022: RG/VÖ +5 %, GT +3 %
- 01.01.2023: RG/VÖ +5 %, GT +3 %
- 01.03.2024: RG/VÖ/GT +8,5 %
- 01.03.2025: RG/VÖ/GT +7,5 %
Erklärung der Abkürzungen:
- RG = Regelbetreuung (auch Regelöffnungszeiten oder Regelgruppe) Das ist die klassische „normale“ Kindergartenbetreuung: Vor- und Nachmittagsbetreuung mit Mittagspause/Unterbrechung. Typischerweise kürzer als durchgängige Modelle (oft ca. 4–5 Stunden am Stück plus Pause).
- VÖ = Verlängerte Öffnungszeiten (auch VÖ-Gruppe) Durchgängige Betreuung von mindestens 6 Stunden, meist bis ca. 7 Stunden pro Tag. Keine oder nur kurze Mittagspause. Dieses Modell ist in Esslingen einkommensunabhängig und daher in der Regel deutlich günstiger als die Ganztagsvariante.
- GT = Ganztagsbetreuung (auch Ganztagsgruppe oder GT) Durchgängige Betreuung von mehr als 7 Stunden (meist 8 Stunden). Dieses Modell ist in Esslingen einkommensabhängig gestaffelt (je höher das Familieneinkommen, desto teurer) und hat oft einen anderen Personalschlüssel sowie höhere Kosten.
Damit wurden die Esslinger Kita-Gebühren innerhalb von drei Jahren um insgesamt über 25 % erhöht, ohne dass eigene Berechnungen oder kommunale Vergleichsdaten vorlagen.
Der Hauptkritikpunkt: Die Ganztagsbetreuung dauert acht Stunden, daneben gibt es unter anderem die siebenstündige Betreuung mit verlängerten Öffnungszeiten. Eine Beispielfamilie zahlt für die Ganztagesbetreuung ihrer beiden Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren samt Essensgeld derzeit 1431 Euro im Monat. In der siebenstündigen Betreuung wären es nach Berechnung Doganays für beide Kinder 553 Euro monatlich. 878 Euro pro Monat mehr für 1 Stunde pro Tag länger? Wie lässt sich der massive Unterschied erklären?
Dieses Foto zeigt die Übergabe der Petition. Aber nanu? Warum ist das Foto so asymmetrisch geschnitten? Links mit Rand, rechts ohne?

Was Sebastian Xanke von den Stuttgarter Nachrichten nicht zeigen und über was er nicht berichten will: rechts neben Amtsleiter Bernd Berroth stand Alexander Anderka, einzig anwesender Gemeinderat! Zum Übergabetermin eingeladen waren alle Fraktionen, aber nur die AfD ist zum Termin erschienen. Gemeinderat Alexander Anderka hat sich ehrenamtlich, in seiner Freizeit, Zeit genommen, um den Termin wahrzunehmen – und wird so behandelt? Man hat ihn beim Foto so aufgestellt, dass er anschließend weggeschnitten werden konnte. Oberbürgermeister Klopfer äußerte sich bereits beim Termin abwertend in dem Sinne, ob denn Herr Anderka aufs Foto muss. Und siehe da: die Hofberichterstattung funktioniert!
Das ist nur ein Beispiel dafür, wie Du bei der Esslinger Zeitung selektiv und tendenziös informiert wirst und wie Oberbürgermeister Matthias Klopfer ehrenamtliches Engagement mit den Füßen tritt. Er ist der Oberbürgermeister – Deine Stimme zählt nur, wenn Du die Richtigen wählst! Matthias Klopfer hat am 14.10.2024 mit seiner Stimme entscheiden, dass die Stadt Esslingen die Charta der Vielfalt unterschreibt. Was für eine Heuchelei!
Und die Esslinger Zeitung lässt sich vor seinen Karren spannen?
Im Pressekodex heißt es unter Ziffer 1:
Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.
Ist es nicht menschenunwürdig, eine Person für ein Foto aufzustellen und danach das Foto so zu schneiden, dass die Person nicht zu sehen ist – zumal es genug Platz gegeben hat (siehe linker Rand)?
Schämt Euch! Ihr seid maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Bürgerinnen und Bürger – vor allem die über 70, die sich auf Euch verlassen – so grottenschlecht informiert sind!
Ganz soweit ist die Esslinger Zeitung nicht gegangen, aber das Ergebnis ist dasselbe:

Nikolai Jeschow (auf dem linken Bild rechts) wurde von allen Fotos entfernt, nachdem er bei Josef Stalin in Ungnade gefallen war.
Anmerkung vom 15.04.2026: in der gedruckten Ausgabe der Esslinger Zeitung ist obenstehende Bild, welches die Übergabe der Petition zeigt, nicht enthalten. Auf dem Foto, welches beim Artikel in der gedruckten Ausgabe verwendet wurde, fehlt Herr Anderka auch, da es aus einem Winkel aufgenommen wurde, in dem er nicht zu sehen ist.
