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Wie die Diskussion um den Teufel benutzt wird, um die AfD-Gemeinderäte im Esslinger Gemeinderat zu diskreditieren

Von Stephan Köthe

Am 24.10.2026 wurde in der Esslinger Zeitung folgender Leserbrief von Heribert Müller veröffentlicht:


Am 24.10.2026 schrieb ich an die Lokalredaktion der Esslinger Zeitung:
Wir bitten Sie um Veröffentlichung des folgenden Leserbriefes als Antwort auf die ehrverletzenden Vorwürfe, welche Herr Müller in Ihrer Ausgabe vom 24.10.2026 in Bezug auf meine Fraktion formuliert hat:

Sehr geehrter Herr Müller,

Sie schreiben in Ihrem Leserbrief „Woher der Glaubenseifer?“ vom 24.10.2026: „Und die Herren der AfD in Esslingen – stemmen die sich etwa so gegen diese Skulptur, weil ihre Nähe zu den Herren im Dritten Reich immer sichtbarer wird?“

Unsere Kritik an der Aufstellung der Skulptur war von Anfang an: Kunst im öffentlichen Raum, die das Stadtbild prägt, erfordert eine Bürgerbeteiligung. Die Stadträte der AfD im Esslinger Gemeinderat waren die Einzigen, die von Beginn an mit Nachdruck darauf hingewiesen haben. Es hätte eine Ausschreibung geben sollen, Künstler hätten sich bewerben können, eine Kunstkommission hätte beratend begleiten und eine Vorauswahl treffen sollen, und am Ende hätten die Bürger Esslingens oder zumindest die Anwohner über den Sieger entscheiden sollen.

Landrat Musolf hat genau das beim Landratsamt vorbildlich praktiziert. Dort wurden alle beteiligt – und am Ende hat Tim Bengel mit seiner „Esslinger Welle“ gewonnen. So sollte ein transparentes und freiheitliches Verfahren aussehen.

Nicht so im Gemeinderat Esslingen: Am 23.02.2026 gab es eine erste inoffizielle Information, dass Anfang Juli eine Skulptur auf dem Rathausplatz enthüllt werden solle. Am 20.05.2026 wurde der Termin in den Herbst verschoben. Am 15.06.2026 kam die Skulptur in den Verwaltungsausschuss, damit „über die Annahme der Spende sowie deren Standort“ entschieden werde. Der Wille des Oberbürgermeisters war alternativlos. Dem Ausschuss blieb faktisch nur die Annahme – eine Ablehnung hätte Spender und Künstler beschädigt, die wir ehren und schützen wollen. Das war ein Dilemma, kein freier Entscheidungsprozess.

Wir wollten, dass die Bürger über diese stadtbildprägende Skulptur mitentscheiden können. Öffentlicher Raum gehört der Stadtgesellschaft. Kunstfreiheit schließt die Freiheit ein, über die dauerhafte Nutzung zentraler Plätze demokratisch zu diskutieren. Die Polarisierung der Stadtgesellschaft ist eine Folge der nicht erfolgten Beteiligung!

Zu dem Vorwurf, dass wir eine „Nähe zu den Herren im Dritten Reich“ hätten, erklären wir: Die Unterstellung einer „Nähe zu den Herren im Dritten Reich“ ist nicht nur falsch – sie verharmlost die Verbrechen des Nationalsozialismus und entehrt dessen Opfer, indem sie deren Leiden für eine billige politische Diffamierung missbraucht. Auch als Leser der Esslinger Zeitung bleibt die Pflicht bestehen, selbstständig und kritisch zu denken und sich eigenständig zu informieren. Die Alternative für Deutschland hat mit dem Nationalsozialismus nichts zu tun. Wir sind eine dediziert freiheitliche und gleichzeitig rechte Partei. Unser Motto lautet: Freiheit statt Sozialismus. Auf www.alternative-fuer-esslingen.de finden Sie eine Gegenüberstellung der Unterschiede zwischen linker und rechter Politik: Sie werden staunen! Unabhängig davon stehen wir für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Ihre Stadträte der Alternative für Deutschland
Stephan Köthe, Alexander Anderka und Jürgen Häußler


Am 27.10.2026 veröffentlichte die Esslinger Zeitung folgende Auszüge aus unserer Stellungnahme:


Kurioses

Herr Heribert Müller ist Mitglied im Vorstand der “FÜR Esslingen” – die sitzen mit uns im Gemeinderat 🤣:

Quelle: https://fuer-esslingen.de/4-seite/5-seite/

Die Linke/FÜR Esslingen hat sich bei der Abstimmung über die Annahme des Zwieblinger Teufels enthalten (Quelle). Wer sich enthält, hat keine Meinung.

Wir bleiben dabei: der Teufel kam ohne Bürgerbeteiligung und steht für die Ignoranz des Bürgerwillens in unserer Stadt – er passt damit ganz gut vor das Rathaus!

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