Änderungsantrag zur Drucksache SGE/064/2026: Prüfung Renovierung im Bestand
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Klopfer,
die AfD-Fraktion beantragt, den Beschlussantrag unter Ziffer 1. wie folgt zu ergänzen:
7. Die Verwaltung wird beauftragt, parallel zur Marktsondierung und Prüfung potenzieller Interimsstandorte gemäß Ziffer 6 eine Konzeption für eine schrittweise durchzuführende, möglichst kostensparende Sanierung der Stadtbücherei im Bebenhäuser Pfleghof zu erarbeiten. Dabei ist vorrangig und idealerweise eine vollständige Durchführung der Sanierung ganz ohne Umzug der Stadtbücherei anzustreben. Nur falls technisch oder baulich unvermeidbar, sollen lediglich Teilbereiche temporär in unmittelbar benachbarte städtische Gebäude ausgelagert werden.
Begründung:
Mit dem Bürgerentscheid haben sich die Esslinger Bürgerinnen und Bürger klar für den Erhalt der Stadtbücherei im Bebenhäuser Pfleghof ausgesprochen. Die Sanierung soll nun zügig und verantwortungsvoll umgesetzt werden.
Die Verwaltung sieht eine Sanierung im laufenden Betrieb kritisch und empfiehlt die Prüfung einer Interimsunterbringung. Gleichzeitig ist aber allen Beteiligten bewusst, dass ein Komplettumzug der Bücherei mit erheblichen Kosten (ca. 2,3 Mio. € allein für ein Interim plus deutlich höhere Gesamtkosten) und organisatorischem Aufwand verbunden wäre.
Unser Änderungsantrag ergänzt die Beschlussvorlage um einen weiteren, realistischen und kostensparenden Weg:
Kern des Antrags:
Die Verwaltung soll parallel zur Suche nach externen Interimsstandorten (Ziffer 6) eine Konzeption für eine schrittweise Sanierung möglichst ohne Umzug erarbeiten. Nur wenn baulich-technisch unvermeidbar, sollen lediglich Teilbereiche temporär in die unmittelbar benachbarten städtischen Gebäude ausgelagert werden. Ein vollständiger Umzug in ein externes Interim wird dadurch vermieden.
Vorteile dieses Vorgehens:
- Deutliche Kostenersparnis: Vermeidung der hohen Interims- und Umzugskosten (Miete, Herrichtung, doppelte Infrastruktur, erneuter Rückumzug).Erhalt der Aufenthaltsqualität: Die Bücherei bleibt für die Bürgerinnen und Bürger weitgehend an ihrem gewohnten, zentralen Standort erreichbar.
- Nutzung vorhandener städtischer Ressourcen: Mehrere Gebäude im Besitz der Stadt stehen in unmittelbarer Nähe. Das könnte eine naheliegende, pragmatische und kostengünstige Zwischenlösung sein.
- Denkmalschutz und städtebauliche Integration: Eine kleinteilige, schrittweise Sanierung im laufenden Betrieb ist mit dem denkmalgeschützten Ensemble besser vereinbar.
- Flexibilität: Die Verwaltung kann beide Varianten (schrittweise vor Ort vs. externes Interim) parallel prüfen und dem Gemeinderat fundiert gegenüberstellen.
- Der Änderungsantrag widerspricht nicht der Prüfung externer Interimsstandorte, sondern ergänzt diese sinnvoll. Er gibt der Verwaltung den Auftrag, alle kostengünstigen und bürgernahen Optionen auszuschöpfen, bevor teure und aufwändige Komplettumzüge in Betracht gezogen werden.
Damit setzen wir den klaren Willen der Bürgerinnen und Bürger um: Die Stadtbücherei soll im Pfleghof bleiben – möglichst ohne Unterbrechung und so kostensparend wie möglich.
Beschreibung der finanziellen Auswirkungen inkl. Deckungsantrag:
Der geringe Mehraufwand für die Prüfung ist durch eine potentielle Kostenersparnis in Millionenhöhe gerechtfertigt.
