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4 Dinge, die in Esslingen schief laufen

Von Stephan Köthe

1) 60.000 Euro futsch
Am 04.05.2026 überraschte OB Klopfer den Verwaltungsausschuss: Er beauftragte ein Beratungsunternehmen mit Vorschlägen zur Verwaltungsentwicklung in der bestehenden 4-Dezernate-Struktur. Dabei hatten FDP/Volt, Linke/FÜR und Wir/Sportplätze bereits im April 2025 beantragt, die Bürgermeisterstellen bis 2029 von 4 auf 3 zu reduzieren. CDU/Grüne/SPD/Freie Wähler wollten einen 5. Bürgermeister, der glücklicherweise verhindert werden konnte. Nun wurden 60.000€ für ein sinnloses Gutachten ausgegeben.

2) Heugasse 11
Seit 30 Jahren ist die Heugasse 11 als Bücherei-Erweiterung vorgesehen. Trotzdem kündigte OB Klopfer in der Nacht des Bürgerentscheids den schnellen Verkauf an. Der politische Wille zur Prüfung fehlt. Wir haben einen Antrag gestellt.

3) Schwörfest ohne Stadträte der AfD
Vom 3. bis 5. Juli findet das Schwörfest statt. Wir beantragten fristgerecht einen Stand. Der Antrag wurde abgelehnt, weil es zu wenig Fläche gibt. Wir sagen: Wenn es für Stadträte keinen Platz auf ihrem eigenen Fest gibt, dann stimmt etwas nicht.

4) Skulptur am Rathausplatz
Am 01.07.2026 wird eine Skulptur ohne Beteiligung von Gemeinderat und Mitarbeitern enthüllt – ohne Auswahlverfahren für regionale Künstler. Rat, Beschäftigte und Bürger werden zu Statisten degradiert.

www.alternative-fuer-esslingen.de

Anmerkung: der Beitrag musste aus redaktionellen Gründen von 3.000 auf 1.300 Zeichen gekürzt werden. Hier ist der originale Beitrag:

4 Dinge, die in Esslingen schief laufen

1) 60.000 Euro futsch: Am 04.05.2026 wurden die Mitglieder des Verwaltungsausschusses mit der Information überrascht, dass Oberbürgermeister Klopfer ein Beratungsunternehmen damit beauftragt hat, Vorschläge zur Weiterentwicklung der Stadtverwaltung innerhalb der bestehenden 4-Dezernate-Struktur zu erarbeiten.
Allerdings: Bereits im April 2025 stellten die Fraktionsgemeinschaften FDP/Volt, Die Linke/FÜR Esslingen und die Gruppe „Wir/Sportplätze erhalten“ einen interfraktionellen Antrag, die Zahl der Bürgermeisterstellen bis Ende der laufenden Legislaturperiode (spätestens im Haushalt 2029) von 4 auf 3 zu reduzieren.
Wir erinnern uns: CDU/Grüne/Freie Wähler und SPD wollten noch im Frühjahr 2025 einen 5. Bürgermeister installieren, damit jede Partei ihren eigenen Bürgermeister bekommt. Das Ganze sollte noch vor den Sommerferien im Schweinsgalopp von den Gremien beschieden werden – wohl wissend, wie sich die Stadtfinanzen entwickeln würden.
Der 5. Bürgermeister konnte glücklicherweise verhindert werden. Nicht verhindern konnten wir, dass der Oberbürgermeister ohne Rücksprache mit dem Verwaltungsausschuss ein Beratungsunternehmen beauftragt, innerhalb der bestehenden 4-Dezernate-Struktur Vorschläge zur Weiterentwicklung der Stadtverwaltung zu erarbeiten. Die Ergebnisse wurden im Ausschuss zur Kenntnis genommen. Davon umgesetzt wird nichts, bevor nicht über die Anzahl der Dezernate entschieden ist.
60.000 Euro wurden umsonst ausgegeben.

2) Heugasse 11: Seit 30 Jahren gehört die Heugasse 11 zur möglichen Erweiterungsfläche der Bücherei. Noch in der Nacht des Bürgerentscheids ließ OB Klopfer verlautbaren, dass die Heugasse 11 schnellstens verkauft wird.
Wir sagen: Es fehlt ganz offensichtlich der politische Wille, die Option Heugasse 11 ernsthaft zu prüfen. Wir haben einen Antrag eingereicht, der die Prüfung der Option Heugasse 11 zum Ziel hat. Für uns gehört das zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Bürgerentscheid.

3) Schwörfest ohne Stadträte der AfD: Vom 3. bis 5. Juli findet das Schwörfest statt. Wir beantragten fristgerecht einen Stand. Der Antrag wurde abgelehnt, weil es zu wenig Fläche gibt. Wir sagen: Wenn es für Stadträte keinen Platz auf ihrem eigenen Fest gibt, dann stimmt etwas nicht.

4) Am 01.07.2026 um 13:00 Uhr wird auf dem Rathausplatz eine Skulptur enthüllt, die dort dauerhaft das Stadtbild prägen wird. Weder der Gemeinderat noch die Mitarbeiter im angrenzenden Gebäude wurden beteiligt.
Wir sagen: Die Handlungsoptionen als Gemeinderat sind insgesamt überschaubar – insbesondere in Krisenzeiten, in denen jeder Euro zweimal umgedreht werden muss. Aber nicht einmal gefragt zu werden, wo eine Skulptur im öffentlichen Raum installiert wird, und ohne ein Auswahlverfahren, an dem sich alle Künstler aus der Region beteiligen können – das ist eine Degradierung des Gemeinderats, der Mitarbeiter, der Künstler und der Bürgerschaft insgesamt zu Statisten.

Weitere Infos zu unserer Arbeit im Gemeinderat: www.alternative-fuer-esslingen.de


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