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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Gesamtelternbeirat (GEB) schließen AfD und Linke aus!

Von Stephan Köthe

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Gesamtelternbeirat (GEB) Esslingen veranstalten am 03.02.2026 um 19:00 Uhr ein Podiumsgespräch zur Landtagswahl, ohne AfD und Die Linke einzuladen. Damit bleiben die politischen Positionen von Parteien unberücksichtigt, welche von mehr als 1/4 aller Bürgerinnen und Bürger unterstützt werden.

So wird die Veranstaltung beworben:


Am 20.01.2026 habe ich folgende Email an die Veranstalterinnen gesendet:

From: Stephan Köthe <stephan.koethe@afd-bw-es.de>
Sent: Dienstag, 20. Januar 2026 09:31
To: …@gew-esslingen.de; …@web.de
Subject: Mut zu Demokratie und Meinungsvielfalt

Sehr geehrte Frau Hartwig,
sehr geehrte Frau Spickermann,

am 03.02.2026 veranstalten Sie, bzw. die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Gesamtelternbeirat (GEB), eine Podiumsdiskussion mit Kandidatinnen und Kandidaten zur Landtagswahl im Wahlkreis Esslingen 07.

Zu dieser Veranstaltung wurden weder Herr Martin Auerbach (Die Linke) noch ich als Direktkandidat der Alternative für Deutschland im Wahlkreis Esslingen 07 eingeladen. Damit bleiben die politischen Positionen von Parteien unberücksichtigt, die zusammen von einem erheblichen Teil der Wählerinnen und Wähler unterstützt werden.

Eine lebendige Demokratie lebt vom offenen Diskurs, von Meinungsvielfalt und vom fairen Austausch unterschiedlicher politischer Ansätze. Gerade öffentliche Formate wie Podiumsdiskussionen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag.

Als Gewerkschaft und als Gesamtelternbeirat tragen Sie eine besondere Verantwortung dafür, dass unsere freiheitliche demokratische Grundordnung in Ihrem Wirkungsbereich aktiv gelebt wird.

Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie, die Zusammensetzung der eingeladenen Kandidaten noch einmal zu überdenken und allen Parteien mit realistischer Aussicht auf den Einzug in den Landtag eine gleichwertige und faire Beteiligung zu ermöglichen.

Ich danke Ihnen für die Prüfung meines Anliegens und freue mich auf Ihre Rückmeldung.

Stephan Köthe

Vorsitzender der Fraktion Alternative für Deutschland im Gemeinderat Esslingen am Neckar
Kreisrat der Alternative für Deutschland im Kreistag Esslingen

Tel: +49 (0) 151 10717168

stephan.koethe@afd-bw-es.de
www.alternative-fuer-esslingen.de


Am 20.01.2026 haben GEW und GEB wie folgt geantwortet:

Von: …@gew-esslingen.de
Gesendet: Dienstag, 20.01.2026 19:29
An: ‚Stephan Köthe‘
Betreff: RE: Mut zu Demokratie und Meinungsvielfalt

Sehr geehrter Herr Köthe,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Als Veranstaltende und Kooperationspartner (Gesamtelternbeirat, GEW sowie Evangelisches Bildungswerk Esslingen und Katholische Erwachsenenbildung) ist es unser Anliegen, mit der Veranstaltung politische Bildung zu fördern und eine demokratische, respektvolle Diskussionskultur zu stärken – insbesondere im schulischen Umfeld und mit Blick auf Kinder und Jugendliche.

Für die Podiumsbesetzung haben wir uns bewusst auf Kandidat:innen der im Landtag Baden-Württemberg vertretenen demokratischen Fraktionen konzentriert, die aktuell parlamentarische Verantwortung tragen und Bildungspolitik konkret gestalten.

Die AfD ist nicht Teil des Podiums. Die GEW handelt hierbei auf Grundlage ihrer Satzung und ihres Bekenntnisses zu Demokratie, Menschenrechten, den Grundprinzipien des Rechts- und Sozialstaats sowie zu Inklusion, Gleichberechtigung und der Verhinderung von Diskriminierung.

Als Kooperationspartner bringen Evangelisches Bildungswerk Esslingen und Katholische Erwachsenenbildung zudem ein christlich geprägtes Menschenbild ein, das die unantastbare Würde aller Menschen in den Mittelpunkt stellt und unseren gemeinsamen Anspruch an Ton, Haltung und Diskussionskultur prägt.

Wir bitten um Verständnis, dass wir die Podiumsbesetzung nicht ändern werden.

Für das Veranstaltungsteam
Mira Hartwig (GEW Esslingen-Nürtingen) | Catrin Spickermann (GEB Schule Esslingen)

GEB – Gesamtelternbeirat Schule Esslingen
GEW – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kreisverband Esslingen-Nürtingen
EWB – Evangelisches Bildungswerk Esslingen
KEB – Katholische Erwachsenenbildung Esslingen


Zusammenfassend:

Die Linke wird nicht eingeladen, weil sie nicht im Landtag ist:

GEW/GEB schreiben: „die aktuell parlamentarische Verantwortung tragen„.

Die Linke wird aber höchstwahrscheinlich in den Landtag einziehen und sollte unserer Meinung nach deshalb berücksichtigt werden.

Warum wird die AfD nicht eingeladen?

GEW/GEB schreiben: „Die AfD ist nicht Teil des Podiums. Die GEW handelt hierbei auf Grundlage ihrer Satzung und ihres Bekenntnisses zu Demokratie, Menschenrechten, den Grundprinzipien des Rechts- und Sozialstaats sowie zu Inklusion, Gleichberechtigung und der Verhinderung von Diskriminierung.“

Mein Kommentar:

GEW/GEB berufen sich auf ihr Bekenntnis zu Demokratie, Menschenrechten, Gleichberechtigung und Verhinderung von Diskriminierung. Sollte nicht genau aus diesen Gründen die AfD eingeladen werden?

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_3.html

Der Gesamtelternbeirat (GEB) unterliegt nach unserer Rechtsauffassung der staatlichen Neutralitätspflicht und sollte sich dem Beutelsbacher Konsens verpflichtet fühlen.

Wenn Gewerkschaft und Gesamtelternbeirat es wagen, so offensichtlich und so eklatant gegen die Grundprinzipien unserer Demokratie zu verstoßen, dann weißt Du, dass wir ein echtes Problem haben.
Die Lehrer haben ein Problem, weil Lehrer-Gewerkschaften die Interessen der Lehrer vertreten und nicht Politik für die Regierung machen sollten.
Die Eltern haben ein Problem, weil der Gesamtelternbeirat die Interessen der Eltern vertreten und nicht politische Bevormundung betreiben sollte.
Lehrer und Eltern sind mündige Bürger, die sich selbst eine Meinung bilden.

Wer mit Worten für Meinungsvielfalt eintritt und sie durch sein Handeln negiert, offenbart nicht nur Heuchelei, sondern ein tiefes Misstrauen gegenüber der Demokratie selbst.

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